Zum S-Bahn-Modul und dem Stand des Klimabahn-Film-Projekts von Klaus Gietinger

von Winfried Wolf

Liebe Freunde,

noch vor der Bundestagswahl wurde das ERSTE MODUL unseres umfassenden Films zur Deutschen Bahn AG fertigerstellt – erstellt von unserem BsB-Mitglied Klaus Gietinger, unterstützt von einer Reihe Aktiver u.a. aus Berlin, von Noch- und Ex-Beschäftigten der Berliner S-Bahn selbst und finanziert von meinem Verein BFS e.V., was wiederum durch Spenden unter anderem von vielen aus dem BsB-Kreis ermöglicht wurde.

Dazu drei Punkte – (1) Elementares // (2) zum GESAMT-Projekt // (3) zur Finanzierung

1. ELEMENTARES

Zunächst die Basics: Den Film könnt ihr direkt bei youtube aufrufen über:

Siehe auch unsere extra für die Bahnfilm-Kampagne eingerichteten neuen Website:

www.klimabahn-film.de

Der S-Bahn-Film als erstes Modu des gesamten Films (dazu siehe unten) ist dort bei youtube seit dem 23.9. zu finden; er wurde in den ersten 32 Stunden seit Erscheinen bereits 2000 mal aufgerufen und dauert etwa 25 Minuten.

Der Film ist Teil eines umfassenden, gut einstündigen Films über die Deutsche Bahn. Siehe dazu unten.

Der Film richtet sich gegen die – selbst in Berlin weitgehend nicht bekannte, faktisch halb-verdeckt betriebene – Zerschlagung und Privatisierung der Berliner S-Bahn. Er zeigt Wege aus der milliardenteuren Sackgasse. Mitarbeiter, Aktivisten von „Bahn für Alle“ und „Eine S-Bahn für Alle“ und ein Rechtsanwalt kommen zu Wort. Es geht um mindestens acht Milliarden Euro Steuergeld, die allein hier versenkt werden sollen – was der Dimension anderer bahnzerstörerischer Großprojekte wie Stuttgart 21 oder der zweite S-Bahn-Ring in München oder der Frankfurter Fernbahntunnel entspricht.

Bislang unbekannte Bilder zeigen die Einmaligkeit der Berliner S-Bahn in der Welt. Grafiken belegen den Irrsinn der letzten Jahre, den Versuch des Wiederaufbaus nach dem Mehdorn-Desaster, die falschen Wege, die der bisherige rot-rot-grüne (und erst recht der neue, am 26.9. gewählte) Senat jetzt zu beschreiten versucht.

2. GESAMTPROJEKT BAHNFILM

Wie mehrfach berichtet planen Klaus Gietinger und Bahn für Alle einen umfassenden Film zum aktuellen Stand der Bahnzerstörung und zum Modell einer Bahn für Alle als Bürgerbahn und Flächenbahn zu erstellen. Dabei haben wir einen, wie ich finde, pfiffigen Weg gewählt – den über mehrere Film-Module, die am Ende zu einem Gesamtkunstwerk zusammenwachsen.

Verkürzt gesagt hat der Film bzw. das Gesamtprojekt die folgenden Charakteristika:

A  Vier bis fünf MODULE

Wir erstellen bis Mitte 2022 vier bis fünf einzelne Module. Das erste ist der nunmehr vorliegende Film zur S-Bahn-Berlin.

Das zweite dürfte das Modul zu den zerstörerischen Großprojekten sein, beginnend mit Hamburg-Altona/Diebsteich, dann zu Stuttgart 21, zu München Zweiter S-Bahn-Ring und zum Frankfurter Fernbahn-Tunnel.

Ein drittes Modul ist angedacht, indem das Film-Team eine Bodensee-Rundreise macht – und dabei dokumentiert, wie armselig die Schieneninfrastruktur und die Angebote auf der deutschen, der Nordseite des Bodensees sind (Eingleisigkeit, Diesel-Traktion, Dünne-Suppe-Takt, Zugausfälle, kritisches Zugmaterial, Unpünktlichkeit, Ärgernisse wie Abknapsen des Lindauer Inselbahnhofs). Wie es dann ab Bregenz und auf dem gesamten ÖBB-Gebiet bereits deutlich besser wird (Elektrifizierung, schöne, attraktive und moderne Bahnhöfe) … und wie man dann in das Fast-Traum-Bahnland Schweiz gelangt mit dichtem Takt, modernem Zugmaterial, Zweigleisigkeit, durchgehender Elektrifizierung und pfiffigem Ticketing.

Das vierte Modul könnte dann unsere Vorstellung einer Bürgerbahn und Flächenbahn sein – ausgehend von der Kritik am aktuell angedachten und in Umsetzung befindlichen Deutschandtakt, der aber eine Art Schirm für all diese oben erwähnten, in Modul 2 behandelten zerstörerischen Projekte darstellt.

B Funktion der einzelnen Module für die jeweilige Arbeit vor Ort

Alle Module werden zunächst auch als Einzel-Filme produziert. Sie haben dann jeweils eine Länge von sagen wir maximal 30 Minuten, wohl in der Regel 20 Minuten. Sie werden peu à peu erstellt, eben „im Takt“ der Erstellung des Gesamtfilms. Diese Module können dann immer in gesamter Länge vor Ort von den jeweiligen Initiativen für die spezifischen eigenen Bedürfnisse eingesetzt werden. Eventuell lassen sich aus dem „Modul II“ zu den Großprojekten auch Kurzfilme NUR zu dem jeweiligen Großprojekt Hamburg-Altona/Diebsteich + S21 + München 2. S-Bahn-Ring + Frankfurter FernbahnWahnTunnel produzieren. Das wird man sehen – und das hängt ach von den jeweiligen Engagegements der jeweiligen Initiatoven ab (ihrer Zuarbeit und nicht zunletzt auch ihrer „Zu-Finanzierung; dazu siehe unten).

Diese einzelnen 4-5 Module sind dann zugleich der „Steinbruch“, aus dem wir am Ende den Gesamtfilm erstellen – d.h. im Gesamtfilm sind diese 4-5 Module (die ja nach aktueller Planung eine addierte Länge von mehr als zwei Stunden haben können – dann um 30-50% eingedampft, um auf eine Gesamtfilm-Länge von sagen wir 65-80 Minuten zu kommen. 

C. GESAMTFILM – und Eingreifen in die Bahnpolitik der neuen Bundesregierung

Wir gehen aktuell davon aus, dass bis Ende des 1. Halbjahres 2022 der Gesamtfilm fertig ist. Der Film soll dann auch Einfluss nehmen auf die Bahnpolilik der neuen Bundesregierung. Wobei hier bereits Modul 2 und 3 spezifischen Einfluss nehmen könnten.

Klaus geht davon aus, dass der Gesamtfilm spätestens am Ende des 1. Halbjahres „stehen“ könnte.

Zur Verbreitung des Films wird es unterschiedlche Wege geben. Modul 1 als YouTube-Film und die ausgezeichneten Reaktionen darauf – siehe oben – zeigen, dass uns dabei einige neue Wege offen stehen – nochmals andere als z.B. beim Film „Bahn unterm Hammer“ aus dem Jahr 2007, in dessen Tradition dieser Film durchaus stehen soll. „Bahn unterm Hammer“, damals erstellt von Herdolor Lorenz und Leslie Franke, war ja eine Art GRÜNDUNGSDOKUMENT der 2005 neu gegründeten Bahn-für-Alle-Kampagne.

Das wird aber nur gelingen, wenn das im folgenden Punkt 3 zu Finanzen klappt.

3. FINANZEN

Klaus und sein Team erstellen den Film im Wesentlichen ehrenamtlich, mit sehr viel Herzblut, Hingabe & Gratisarbeit. Kosten entstehen aber dennoch erhebliche:  für Fahrten, für ProfiKräfte bei Kamera, Schnitt und Sprecherin.

Eine vorsichtige Hochrechnung ergibt: Wir benötigen 50.000 Euro, um den Gesamtfilm zu finanzieren.

Das erste Modul dürfte gut 5000 Euro gekostet haben – an Spenden haben wir bislang mehr als 4000 Euro zusammenbekommen. Wir sind also bereits aktuell in einem gewissen  roten Milieu; müssen unsere Finanzen auffüllen.

Bahn für Alle wird, wenn es knapp auf knapp bleibt, 2500 Euro mit einem KREDIT  (an BFS e.V.) vorfinanzieren.

Klaus möchte möglichst nahtlos weitermachen – als nächstes wohl in Hamburg drehen.

Es kommt jetzt echt darauf an, dass die Spendenkampagne Fahrt aufnimmt. Sie lief bislang, unter uns gesagt (und im Abgleich mit vorausgegangenen Spendensmammlungen, die ich 2018 mit den 50.000 Euro für eine ganze Seite FAZ-PR gegen S21 und 2019-2021 mit 150.000 für „Lenk-in-Stuttgart“ einwarb), eher zähflüssig.

Ich bitte nun Euch dringend um das Folgende:

– bitte Werbung machen mit dem S-Bahn-Film-Modul (viele von Euch haben sicher eigene Rundmail-Verteiler)

– bitte Werbung machen mit dem Gesamtprojekt des Films

– bitte mit Ideen und spezifischer Unterstützung dabei sein, wenn die nächsten Film-Module angegangen werden

– und VOR ALLEM: bitte direkt und großzügig SPENDEN auf das unten angegebene Konto.

Ganz herzlich

Winnie

PS (1): HIER folgend nochmals das Konto für alle Spenden:

BFS e. V. [Büro für Frieden und Soziales] IBAN DE04 1605 0000 3527 0018 66

BIC WELADED1PMB 

PS (2): Auf unserer Webseite  zu dem Film – www.klimabahn-film.de – finden sich Beiträge zum Filmprojekt und zum Fundraising

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